Smarte Grenzgänger
Next Generation Collaboration in Business Networks
Wir blicken in die Arbeitswelt des Jahres 2030+. Unsere Prognose: Next Generation Unternehmen interpretieren Kooperation und Zusammenarbeit ganz neu. Und zwar als Hebel für mehr Wettbewerbsfähigkeit. Teams und ganze Unternehmensnetzwerke werden durch neue Applikationen und das Internet „5.0“ mobilisiert. Konkurrieren in Zukunft ganze Wertschöpfungsketten gegeneinander? Der Artikel gibt Antwort, worauf es ankommt, wenn solche Unternehmensnetzwerke unter Höchstleistergesichtspunkten agieren.
Der Wettbewerb im 20. Jahrhundert war primär ein Wettbewerb der Einzelunternehmen. Je stärker diese wuchsen, desto mehr dehnten sie ihre Produkt-Markt-Grenzen aus. Und umso mehr waren sie damit beschäftigt, ihre Komplexität zu organisieren, sich in Unternehmenskonglomeraten oder -verbünde zu verflechten. Mit dem Effekt, dass anfangs sprudelnde Renditen langsam versiegten, da sie in Märkte und Wissensgebiete vorstießen, in denen sie nicht mehr wettbewerbsfähig waren. Ein kurzer Blick auf die Evolutionsgerade zeigt, was sich verschoben hat.
Mit der Unternehmensform der Manufaktur fing alles an. Sie ist in Anbetracht der rasanten Entwicklungen der Neuzeit fast ein Relikt der Urzeit. Das Prinzip der Bearbeitung einer homogenen Wertschöpfungskette durch dediziert festgelegte Prozessschritte – hier aus der Hand eines Unternehmens - sichert zwar den größtmöglichen Grad an Unabhängigkeit, führt jedoch bei ausgeprägtem Taylorismus zur Monotonie oder jedenfalls mangelnder Flexibilität aufgrund der Ressourcenknappheit.
Expansive Wachstumsstrategien wurden durch multinationale Mischkonzerne möglich. Große, diversifizierte Unternehmen mit vielen unterschiedlichen Tochtergesellschaften waren zeitgleich in verschiedenen Branchen und Märkten, tätig. Die Konvergenz von Technologien erforderte aber, dass auch solche Konzerne verschiedenartige Wertschöpfungsketten und -kompetenzen miteinander vereinen. Auch hier zeigte sich bald die Gefahr der mangelnden Flexibilität, gerade bei dynamischen Umwelten. Ein Niedergang der Elefanten, wie oben angedeutet?
Im Zuge der Entflechtung dieser Mischkonzerne und der Devise, sich wieder auf die eigenen Kernkompetenzen zu konzentrieren, wurden daher sekundäre Aufgaben wie Lohnabrechnung, Facilitymanagement und Logistik konsequent ausgelagert – das Outsourcing zwecks Kosteneinsparung war geboren.
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