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Social Innovation
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Social Innovation

Eine Unternehmensperspektive auf die Mitgestaltung einer nachhaltigeren Gesellschaft



Im Rahmen der Umsetzung eines nachhaltigeren Lebensstils können und müssen Unternehmen eine tragende Rolle übernehmen.

In unserer globalen Gesellschaft sind wir zunehmend sozialem und ökologischem Stress ausgesetzt. Klimawandel, Umweltverschmutzung, Armut, Terrorismus, Gesundheitsprobleme und grundlegende Mängel in den Bildungssystemen sind nur einige  der akuten Probleme, die wir bislang nicht effektiv in Angriff genommen haben. Wenn sich dies nicht ändert, scheint es zeitlich absehbar, dass sowohl der private als auch der öffentliche Sektor in Kosten und Herausforderungen versinken. Wir selbst haben diese akuten Probleme im Wesentlichen mit verursacht. Offensichtlich sind viele organisatorische und soziale Formen wie auch das individuelle Bewusstsein vielfach nicht auf eine gesellschaftliche Erneuerung ausgerichtet. „Social Innovations“ forcieren dagegen neue soziale und organisatorische Formen und adressieren die Herausforderungen, mit denen wir gegenwärtig konfrontiert sind.

Im Unternehmenskontext sehen wir viele Möglichkeiten, uns an der Entwicklung einer nachhaltigeren Gesellschaft zu beteiligen und gleichzeitig den Wert eines Unternehmens zu steigern. Dies ermöglicht es, den Grundstein für eine organische Entwicklung unserer individuellen, organisatorischen und gesellschaftlichen Systeme zu legen.

Die gesellschaftliche Herausforderung

Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Europas ökologischer Fußabdruck beträgt gegenwärtig -2,4, das heißt, dass Europa die Fläche von 2,4 Planeten nutzt, um den aktuellen Lebensstil aufrechtzuerhalten (Marc Luyckx Ghisi, The Knowledge Society – A Breakthrough toward genuine Sustainability, 2008). Der ökologische Fußabdruck der USA ist noch weitaus bedenklicher. Es ist offensichtlich, dass die Menschheit ihren jetzigen Lebensstil nicht weiterführen kann. Naturkatastrophen ebenso wie durch Menschen verursachte Katastrophen, die auf Ressourcenprobleme und gesellschaftliche Unausgewogenheiten wie Kriege oder Terrorismus  zurückzuführen sind, werden eher zunehmen. Wir müssen Wege finden, die richtungsweisend für einen nachhaltigeren Lebensstil sind – auf der individuellen, der organisatorischen und der gesellschaftlichen Ebene. Dabei spielt die Wirtschaft eine besondere Bedeutung.

Unser modernes wirtschaftliches Paradigma erweist sich als nicht nachhaltig, weder aus sozialer noch aus ökologischer Sicht. Zwischen der Unfähigkeit eines Unternehmens zu nachhaltigem Handeln und dem Überwiegen kurzfristiger Finanzziele besteht offensichtlich ein Zusammenhang. Langfristig ist davon auszugehen, dass die Unternehmen, die weiter dem vorherrschenden Paradigma folgen, aufgrund der sozialen und ökologischen Unausgewogenheiten mit hohen Kosten konfrontiert werden – seien es vorhersehbare Strafgelder oder Steuern für CO2-Emissionen, erhöhte Energiepreise, Kosten aufgrund von Ausfällen in Infrastrukturen oder auch Kosten, die durch erhöhten sozialen und ökologischen Stress verursacht wurden, zum Beispiel Burn-out oder andere gesundheitliche Probleme der Menschen im 21. Jahrhundert. Unternehmen, die entsprechend langfristig denken und sich bereits heute nachhaltig aufstellen, sind für die Zukunft besser gerüstet. Unternehmen müssen daher zunehmend Faktoren in ihre Aktivitäten einbeziehen, die bisher ausgeschlossen waren.

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