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Spiel mit Grenzen
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Spiel mit Grenzen

Die Zukunft der Netze



Anwendungswelten der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) sind im Rahmen globaler Trends auch längerfristig vorhersagbar. Von einer hohen Warte aus gesehen handelt es sich um ein komplexes Problem mit einer zunehmenden Zahl von Randbedingungen. Die Anzahl der möglichen Lösungen nimmt dann in der Regel ab – wenn es überhaupt noch welche gibt. In dieser Situation befinden wir uns, wenn wir über die Zukunft von Zugangstechniken nachdenken. Zum einen ist zu untersuchen, was die Technik überhaupt leisten kann und wo die physikalischen und informationstheoretischen Grenzen liegen, zum anderen ist diese Leistungsfähigkeit auf bekannte und zukünftige Randbedingungen abzubilden. Diese kennen wir schon: Sie sind technischer, wirtschaftlicher und politischer Natur.

Sie wohnen nicht zufällig in Friedrichshafen? Dann können Sie Familie Bachmann über die „digitale Zukunft“ befragen. Familie Bachmann gehört zu einer Reihe von sogenannten „Zukünftlern“ im Rahmen des Projektes T-City Friedrichshafen der Telekom. Sie dürfen nach Herzenslust in die Zukunftswelt der Telekommunikation eintauchen, ohne sich Gedanken über die Randbedingungen wie Kosten machen zu müssen. T-City ist ein breit angelegtes Projekt, welches auf modernster ultraschneller Glasfaserinfrastruktur und Mobilfunk basiert und über einen Zeitraum von fünf Jahren zur Erprobung neuer Informations- und Kommunikationstechnik ausgelegt ist. Unter diesen ausgezeichneten Randbedingungen wurden zahlreiche Innovationsprojekte angestoßen, die alle unter dem Oberbegriff „smart“ gesehen werden können. Angefangen vom persönlichen Umfeld im Haus oder der Wohnung, dem beruflichen Umfeld, bei Behördengängen, vielfältigen medizinischen Anwendungen – dem Erfindungsreichtum sind keine Grenzen gesetzt.

Sicher sind viele dieser Dinge schon bekannt, viele sind auch nur technische Spielerei und werden sich nicht durchsetzen, allein die Vielfalt der möglichen Applikationen lässt aber erwarten, dass sich diejenigen durchsetzen, die uns das Leben leichter machen und eben nicht Zeit stehlen, sondern mehr Freiräume schaffen. Hinzu kommt der Spaßfaktor: Nicht alles muss permanent ­Effizienzkriterien erfüllen oder Kosten einsparen. Wir kennen schon einige dieser Innovationen aus den letzten 20 Jahren. Derartiges wird einem sogar schmerzhaft bewusst, wenn – in gottseidank sehr seltenen Fällen – ein Mobilfunknetz einmal ausfällt. Jeder wundert sich, wie er vor 20 Jahren ohne auskommen konnte. Wir gewöhnen uns schnell an diese Innovationen und richten unser Verhalten danach aus; eine Tatsache, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch für die nächsten 20 Jahre extrapolieren lässt.

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