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Stammdaten als Wettbewerbsvorteil
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Stammdaten als Wettbewerbsvorteil



Als lästige Pflicht begreifen viele Unternehmen die einheitliche Sicht auf Geschäftsdaten. Kaum jemand knackt die harte Nuss und etabliert ein zentrales Master Data Management für die gesamte Wertschöpfungskette. Dabei profitiert die Wettbewerbsfähigkeit immens von hoher Datenqualität.

Was mit einem guten Service gemeint ist, glaubt jeder zu verstehen. Doch schon bei der Definition des Begriffs Service prallen viele Interpretationen aufeinander: So sprechen einige alle Arten von Dienstleistungen an, andere meinen die unverzügliche Reparatur von Gütern oder einfach eine schnellere Auskunft. Die IT begreift einen Service wiederum als gebündelte Funktionalität einer Software-Komponente und in der Reisekostenabrechnung kann sogar der Aufwand für Spesen im Restaurant gemeint sein. Das Beispiel verdeutlicht: Definiert eine große Organisation nicht alle Begriffe detailliert und vor allem einheitlich, laufen viele Maßnahmen schnell ins Leere oder führen zu aufwendigen Rückfragen.

Ob die Konsistenz von Informationen, Produkten, Lieferanten und Materialien in einem Unternehmen gewährleistet ist, hängt vom Master Data Management (MDM) oder auf Deutsch, der Stammdatenverwaltung ab. Dabei begeht jede Unternehmensführung einen Fehler, wenn sie MDM lediglich als Merkblatt für eigene Warengruppen betrachtet. Richtig genutzt entfaltet MDM vielmehr ein großes Potenzial, um ganze Geschäftsstrategien zu realisieren. Es sollte daher stets als Eckpfeiler der Unternehmensphilosophie wirken und entsprechende Aufmerksamkeit seitens des Top-Managements genießen.

Bessere Zusammenarbeit

Welche Möglichkeiten ergeben sich konkret? Ein zentrales Master Data Management sorgt dafür, dass alle Anwendungen die gleichen globalen, unternehmensweit verbindlichen Stammdaten nutzen können. Da vor allem Prozessschnittstellen von einheitlichen Stammdaten profitieren, steigert ein effektives Master Data Management folglich vor allem die Effizienz bereichsübergreifender Abläufe. Wenn Produktentwickler beispielsweise den Vertrieb über Innovationen aufklären wollen, mangelt es meist an einer einheitlichen Datenbasis. Folglich tauschen die Beteiligten viele Inhalte E-Mails mit Anhängen über Materialstücklisten, Produktentwicklungsdaten oder Preisdateien aus. Damit entfällt aber jede Kontrolle über Datenänderungen, so dass alle auf einen unterschiedlichen Stand von Bestellungen, Produktversionen oder Forschungsergebnissen zugreifen.

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