DMR | Detecon Management Report
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Survival of the fittest:
Wie IT-Dienstleister Firmenzusammenschlüsse überleben - und als Chance nutzen können
Der Zusammenschluss mehrerer Firmen zu einer neuen Einheit, der sogenannte Merger, stellt IT-Dienstleister vor eine gewaltige Herausforderung. Applikationen und Datenbestände sind, häufig unter hohem Zeitdruck, in einem instabilen Geschäftsprozessumfeld und bei ungeklärten Verantwortlichkeiten, zu einer neuen Struktur zu konsolidieren. Der Kunde erwartet in dieser risikoreichen Situation von seinem IT-Dienstleister eine umfassende Beratung und Unterstützung. Selbst Unternehmen, die in einer Merger-Situation einen Vorteil aufgrund einer langfristig bestehenden, stabilen IT-Governance haben könnten, stehen den hohen Anforderungen an Flexibilität und Reaktionsschnelligkeit oft hilflos gegenüber. Für IT-Dienstleister bedeutet dies, ein umfassendes Verständnis der Komplexitätstreiber in einer Merger-Situation zu erlangen, um treffsicher den Aufwand kalkulieren und die notwendigen Personal- und Systemressourcen bereitstellen zu können.
Die Vertreibung aus dem Paradies
Die erfolgreiche Beziehung zwischen einem IT-Dienstleister und seinem Kunden ist häufig das Resultat einer lang andauernden Optimierungsphase. Im Bestenfall liegt als Ergebnis eine Win-Win-Situation vor, die dem Dienstleister eine regelmäßige Einnahmequelle und Profit sichert, dem Kunden den gewünschten Service und eine zuverlässige IT-Plattform bietet. Die Ansprüche beider Seiten sind hier ausbalanciert und auf eine langfristige Partnerschaft ausgerichtet.
Ein Merger oder im Extremfall eine Verschmelzung mehrerer Organisationen zerstört dieses Gleichgewicht, denn es treffen mehrere optimierte Einheiten aufeinander. Darunter finden sich nicht selten externe und interne IT-Dienstleister, die am Markt als Konkurrenten auftreten.
Damit wird der Weg zur neuen Win-Win-Situation steinig. Die Alternativen der Wegbeschreitung sind vielfältig und reichen vom Ausbau einer bestehenden Teilstruktur über die Implementierung völlig neuer Systeme bis hin zu Outsourcing oder Insourcing. Wie die zukünftige IT-Struktur letztlich aussehen soll, ist in der frühen Mergerphase nicht unbedingt offensichtlich. Auch der Übergang in die neue Struktur, sei es als Big-Bang oder als graduelle Transformation mit Parallelbetrieb, muss sorgfältig geplant werden. IT-Dienstleister sind in diesem durch hohe Unsicherheit gekennzeichneten Umfeld in besonderem Maße gefordert, ihre Kunden in der Reduzierung und Beherrschung der Migrationsrisiken, insbesondere in der Planung der Verschmelzung und Migration ihrer Applikationslandschaft, zu unterstützen.
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