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„Teile und herrsche!“
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„Teile und herrsche!“

Haben Sie Ihre Kosten im Griff oder haben Ihre Kosten Sie im Griff?



Die globale Telekommunikationsbranche befindet sich in der Sättigungsphase. Viele Länder haben sich für die Deregulierung ihrer Telekommunikationsmärkte entschieden. Vom verstärkten Wettbewerb und den niedrigeren Preisen profitieren die Verbraucher. Telco-Betreiber sind nun gefordert, ihre Marketing-Differenzierung zu optimieren und ein effektiveres Kostenmanagement zu etablieren, um gegenläufige Gewinn- und Cashflow-Trends zu bekämpfen. Erfolgreiche Telco-Betreiber setzen auf die Implementierung eines Kostenallokationssystems.

Die Intensität und Effektivität des Kostenmanagements korreliert typischerweise in allen Märkten mit dem Liberalisierungs- und Reifegrad. Warum? Wie wir von Michael Porter und seinen Kollegen wissen, öffnen liberalisierte Märkte ihre Tore für mehr Wettbewerber, die alle von der Idee angetrieben werden, ihren Aktionären finanziellen Reichtum zu bescheren. Um Kapitalvermehrung zu erzeugen, ist jeder Wettbewerber bestrebt, einen größeren Marktanteil auf Kosten der anderen zu erzielen, indem er umfassendere und bessere Dienste zu ständig fallenden Stückpreisen anbietet. Je stärker der Reifegrad der Branche steigt, ­desto stärker sinkt die durchschnittliche Marge der ­Branche und zwingt die schwächsten Wettbewerber, aus dem Markt auszusteigen oder einen neuen Markt zu erschließen. Je liberaler und ausgereifter ein Markt ist, desto wichtiger ist es folglich für die Marktwettbewerber, sich ihrer Kosten bewusst zu sein und die Fähigkeit zu besitzen, diese Kosten zu managen.

Kostenmanagement in der Telekommunikation erlangt erst jetzt Bedeutung

Die Telekommunikationsbranche stellt hier keine Ausnahme dar. Aus vielerlei Gründen ist die Branche jedoch erst während des vergangenen Jahrzehnts freier und reifer geworden: Erstens herrschte in der Telekommunikationsbranche weitaus länger eine starke Regulierung und staatlicher Interventionismus als in anderen Branchen, weil die Kommunikationsdienste von der Mehrzahl der Regierungen weltweit als äußerst sensitive Bereiche betrachtet wurden. Zweitens werden viele Märkte trotz regierungsseitiger Bemühungen, den Wettbewerbsgrad zu verstärken, nur von zwei oder drei Wettbewerbern beherrscht, die sich äußerst vorsichtig verhalten, um keinen Preiskampf zu starten. Drittens ist die Branche sehr ressourcenintensiv und bewirkt damit, dass viele Player ohne angemessenen finanziellen Rückhalt von vornherein ausgebremst werden und gar nicht erst auf den Markt gelangen. „Leichtere“ Geschäftsmodelle wurden verhindert, da regulierende Initiativen nicht weit genug reichten, zum Beispiel Local Loop Unbundling. Viertens hat die technische und regulierende Beschaffenheit der Telekommunikationsbranche den starken internationalen Wettbewerbsdruck, der für andere Branchen typisch ist, verzögert. Und fünftens sind einige Teile der Telekommunikationsbranche relativ jung und erlangen erst jetzt einen höheren Reifegrad innerhalb des Lebenszyklus, zum Beispiel das Mobilfunkgeschäft. Aus exakt denselben Gründen hat die Rolle des Kostenmanagements in der Telekommunikationsbranche erst in den vergangenen ­Jahren eine stärkere Bedeutung erlangt.

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