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FORTSETZUNG: Tempozonen
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Die beschriebenen Prozessmanagement-Konzepte sind miteinander durchaus kombinierbar, so dass die Geschwindigkeit einzelner Prozessabschnitte beliebig gewählt oder angepasst werden kann.

Kombination spezifischer Prozessgestaltungsmethoden in der Adagio- und Presto-Zone hängt vom Innovationsgrad der Produktidee ab

In der Adagio-Zone ist es sinnvoll, eine Kombination aus Stage-Gate und Fuzzy Gate Ansätzen zu bevorzugen, um das Ziel des Fit-to-Market am umfassendsten zu erreichen. Die einzelnen Prinzipien dieser Konzepte sind je nach Art des Entwicklungsvorhabens zu dosieren. Handelt es sich um ein Vorhaben mit einem hohen Innovationsgrad, so ist die Anwendung des Fuzzy Gates-Ansatzes vorzuziehen, da dieser eine besonders innovative, offene Kultur innerhalb des Entwicklungsteams vermittelt. Lediglich in Ausnahmefällen, beispielsweise bei äußerst innovativen Produktideen, ist der Bounding Box-Ansatz innerhalb der Adagio-Phase sinnvoll.

In der Presto-Phase soll der Realisierung des bereits exakt konzipierten Vorhabens nichts im Wege stehen. Hier sollen die Vorgehensweisen so konzipiert werden, dass die Realisierung, der Test und das Lancieren des Produktes möglichst schnell und verzögerungsfrei stattfinden können. Dazu gehört eine genaue Planung der Ressourcen, das Einschalten des Risk Board zum Auffangen möglicher Risiken und die Einteilung der Parallelaktivitäten.

Klassifikation der Prozessvarianten nach Produktstandardisierungsgrad

Alternativ zu der PLM-Prozessgestaltung nach Adagio- und Presto-Phase ist eine Gestaltung nach dem Produktstandardisierungsgrad möglich, mit der ebenfalls eine Unterteilung nach Geschwindigkeitsstufen einhergeht. Folgende Übersicht zeigt die konzeptionelle Unterteilung in verschiedene Gestaltungsvarianten des Produktlebenszyklus. Der Erfolg dieser Betrachtungsweise hat sich bereits in vielzähligen PLM-Projekten bewährt. Sowohl das Produktportfolio als auch der Innovations- und Komplexitätsgrad eines Entwicklungsvorhabens erfordern eine spezifische Methode, nach dem die Prozessgestaltung vorgenommen wird:  

- PLM-Flex – Diese Prozessvariante stellt die Effizienz und Effektivität verbunden mit dem hohen Grad an Freiheit für die Gestaltung des Produktes her. Bei den radikalen Innovationen mit hohem Misserfolgrisiko soll diese Variante zur Anwendung kommen.

- PLM-Max – Adressiert wissens- und analyseintensive Entwicklungsvorhaben, in deren Konzeptionsphasen besondere Vorsicht geboten ist. Er dient unter Einsatz standardisierter Elemente der Beschleunigung von Durchlaufzeiten und  Vereinfachung von wissensintensiven Entwicklungsprozessen bei Produkten und Preismodellen mit bekannten Rahmenbedingungen.  
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