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- PLM-Fast – Diese Variante ist bei der inkrementellen Weiterentwicklung des Produktes sinnvoll, da es sich hier um einen hohen Standardisierungsgrad handelt. Eine Vereinfachung des Entscheidungsprozesses und Verkürzung der Process Lead Time durch Ausnutzung des Erfahrungskurveneffektes genießen bei PLM-Fast die höchste Priorität.

 

Fallstudie zur Einführung von PLM-Prozessen der nächsten Generation

Das Ziel von PLM bestand einerseits darin, die damalige technologieorientierte Sicht der Produktentwicklung, das heißt die Ausrichtung auf technische Produkteigenschaften, in eine Sichtweise zu überführen, die den Kundennutzen in den Mittelpunkt stellt.

Zunächst konnte sich der Ansatz des PLM-Prozesses jedoch nicht etablieren. Gründe dafür waren fehlende Widerrufsphasen und Entscheidungstore, lange T2M sowie ein Mangel an Standards und Prozessvarianten.

Im Rahmen eines umfangreichen Merger-Projekts wurde ein integrierter PLM-Ansatz für ein Telekommunikationsunternehmen entwickelt. Dabei sollte unter anderem durch den neu getakteten  PLM-Prozess für das Gesamtunternehmen ein neuer effektiver Weg zur Entwicklung von innovativen Produkten geschaffen werden. Entsprechend des oben genannten PLM-Prozess-Konstrukts wurden drei Stage-Gate-Prozessvarianten - PLM-Fast, PLM-Max, PLM-Flex - passend zum breit gefächerten Produktportfolio des Unternehmens entworfen und eingeführt.

Die Abwicklung von PLM-Projekten nach dem „Open-Modell“ erfolgt nur in den Fällen, die hochgradig innovativ beziehungsweise absolut neu für das Unernehmen aus Sicht des PLM-Prozesses sind und Produktentwicklung nicht linear, sondern über mehrere Iterationsschleifen verläuft. Lebenszyklusmanagement und Qualitätsparameter werden obligatorisch zur Prozessberatung und Qualitätssicherung in die Projekte eingebunden. Die Unterstützung bei der Überführung eines „Flex“-Projektes in die Regelprozesse eines PLM-Standard beziehungsweise PLM-Fasttrack zur Sicherstellung des nachfolgenden Regelgeschäftes war Bestandteil dieses Beratungsprojektes.

Durch den neuen Standard-Prozess PLM-Max wurde die Prozessierbarkeit einer breiten Produktpalette für das Gesamtunternehmen abgedeckt. Dies galt auch für relativ neuartige Produkte, für die keine passenden Fast-Varianten existieren. Aus Erfahrungen durch Nutzung des Standard-Modells können schnell passgenaue PLM-Fast-Varianten abgeleitet werden. Dabei legt der PLM-Fast-Prozess den Fokus auf eine maximale Reduzierung der Durchlaufzeit von Projekten durch Standardisierung und Vereinfachung von Entscheidungsabläufen bei bekannten Produkten und Preismodellen. Die Abwicklung von PLM-Projekten nach dem „Fast”-Modell stellte mit zirka 90 Prozent aller Projekte den Regelfall dar. PLM-Fast-Projekte besitzen Workflow-Orientierung und keine Wissensintensität. Durch die Verschlankung von Abläufen und Entscheidungsprozessen mittels PLM-Fast-Varianten wurde eine Verbesserung des Time-to-market erreicht.

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