DMR | Detecon Management Report
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Trends der Telekommunikationsdienste:
Behält der klassische Netzbetreiber die Oberhand?
Fünf Sinne stehen dem Menschen zur Kommunikation mit seiner Umwelt zur Verfügung. Wenig überraschend konzentriert sich das Interesse der Telekommunikationsdienstleister darauf, jene Sinne zu bedienen, die auch zur Kommunikation über längere Distanzen fähig sind, also vor allem Hören und Sehen. Jedoch ist auch hier die Kommunikation bislang auf nicht-räumliche Bilder und monophonen Ton beschränkt. Zwar ist der Stereo-Sound möglich, doch steckt die stereoskopische Projektion oder die Darstellung von 3D-Bildern noch in den Kinderschuhen. Interessant sind in diesem Zusammenhang die ersten Schritte in taktiler Tele-kommunikation, die sich insbesondere in der Erprobung so genannter Force-Feedback-Techniken zeigen, wie etwa bei der Fernbedienung eines Operationsroboters in der Chirurgie. Darüber hinaus gibt es sogar schon Versuche, den Geruchsinn in der Telekommunikation zu nutzen.
Immer höhere Bandbreiten,
immer bessere Qualität
Von der Erfindung des Telefons bis zur Entwicklung des frequenzmodulierten Radiosignals beschäftigte sich die Telekommunikation in erster Linie mit dem Transport monophoner Audiofrequenzen von begrenzter Bandbreite (300 Hz bis 3.4 kHz). Das in den späten 1930er Jahren entwickelte FM-Radio verbesserte die Qualität (ebenso die Bandbreite) und legte die Grundlage für den Stereosound, der ab den späten 1950er Jahren seinen Siegeszug antrat. Kabel-Netzwerke werden bereits seit vielen Jahren für die Übertragung von Fernseh-, Video- und Rundfunksignalen in Standardqualität genutzt. Sprachverbindungen in hoher Qualität (sowohl für stereo- als auch monophone Übertragung) wurden allerdings erst mit dem Aufkommen von Netzwerken, die das Internet Protokoll nutzen (IP-Netzwerke), möglich. Sie übertragen keine Einzelsignale, sondern Daten- oder Sprachpakete.
Bis vor kurzem erforderten neue Telekommunikationsdienste – egal ob es sich um Direktverbindungen (Point-to-Point) oder das Übertragen von Datenpaketen von einem Punkt aus an alle Teilnehmer eines Netzes (Broadcast) handelte – immer auch eigene, auf sie zugeschnittene Transport-Netzwerke. Um beispielsweise die Qualität des analogen öffentlichen Fernsprechnetzes (Public Switched Telephone Network, PSTN) zu verbessern und höhere Bandbreiten zu unterstützen, wurde der Standard ISDN entwickelt. Damit hielt die Digitalisierung bis zum Endkunden Einzug und ermöglichte eine größere Effizienz bei der Übertragung von Signalen. Viele Fernsehsender nutzten Netzwerke mit ATM-Architektur (Asynchronous Transfer Mode), um die TV-Signale mit hohen Bandbreiten zwischen Studios und Übertragungsstationen zu versenden. Die Kabel-Netzwerke wurden bzw. werden auf die Glasfaser-Technologie HFC (Hybrid Fiber Coax) aufgerüstet, um hoch auflösendes, digitales Fernsehen (HDTV) zu ermöglichen.
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