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Vernetzt statt linear
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Vernetzt statt linear

Wie Unternehmen die Industrialisierung der wissensbasierten Wertschöpfung nutzen



Datenzentrische Geschäftsmodelle sind durch komplexe Interak­tionen in Wertschöpfungsnetzen charakterisiert. Die Gestaltung dieser wissensbasierten Ökosysteme hat strategische Bedeutung. Entscheidend ist die flexible und ­dynamische Integration des Daten- und Wissenspools anderer Mitglieder der Öko­systems in die eigene Informa­tionsbasis. Web 3.0 schafft neue Möglichkeiten, diese daten­zentrischen Wertschöpfungsnetze zu gestalten.

Unter den Stichworten Globalisierung und Internet-Economy hat sich in den letzten zehn Jahren ein massiver industrieller Strukturwandel weg von der physischen Produktion und der Abwicklung einfacher Transaktionen hin zu immaterieller Wertschöpfung basierend auf Informationen und Wissensaustausch vollzogen. Auf der einen Seite sind Produktions- und Transaktionsprozesse zu einem großen Teil zu hochoptimierten „Commodities" geworden, die für viele Unternehmen wenig Differenzierungspotenzial bieten. Fertigungskapazitäten werden daher konsequenter Weise häufig an Lieferanten in Niedriglohnländern abgegeben und standardisierte Geschäftsprozesse im Rahmen des Business Process Outsourcing an Dienstleister verlagert.

Umgekehrt gilt die Informationsflut des Internets, besonders in den Zeiten des Web 2.0, als unerschöpfliche Quelle von Innovationspotenzialen und neuen datenzentrischen Geschäftsmodellen. Diese basieren ausschließlich oder in wesentlichen Teilen auf der Sammlung, Aufbereitung und Verbreitung von Daten und Informationen. Pioniere und Leuchttürme dieses Ansatzes sind Google und eBay. Aber auch vielen traditionellen Unternehmen ist es gelungen, ihre klassischen Produkte durch eine ergänzende „Datensphäre" anzureichern und werthaltiger zu machen. So hat zum Beispiel die Turnschuhfirma Nike in Kooperation mit Apple auf Basis des SportKits und der Webseite Nikeplus (www.nikeplus.com) eine Informations- und Datenwelt rund um ihr Kernprodukt geschaffen. Diese konnte bisher von keinem Wettbewerber kopiert werden und stellt ein enormes Differenzierungs- und Kundenbindungspotenzial dar. Wir gehen später auf diese und andere Beispiele detaillierter ein.

In einer früheren Studie1 haben wir analysiert, dass die Profitabilität von Unternehmen, die datenzentrische Geschäftsmodelle verfolgen, mehr als doppelt so hoch wie die ansonsten vergleichbarer Wettbewerber sein kann.

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