DMR Magazin - Logo and Navigation

content area

FORTSETZUNG: Vom Traum zur Wirklichkeit
Schrift: - +

 

 

Der rote Faden zu guten Kernleistungen lässt sich einfach strukturieren: Analyse der gesamten Prozesse, die potentiell im SSC abgewickelt werden könnten, Selektion der Leistungen in- und out of Scope, Prozessredesign hin zu Best-in-Class-Prozessen für die Kernservices, Definition von Schnittstellen und Service-Leveln, Dienstleistungsbeschreibungen, Festlegung von Kennzahlen (KPI-Set), Anpassung der IT-Systeme, Planung und Neuausrichtung der Organisation, Schulung der Kernservices, Change Management, kontinuierlicher Verbesserungsprozess.

Zusammengefasst lässt sich festhalten, dass die Gründung eines SSC für den operativen Einkauf als eine zentrale, mittelfristige Maßnahme zur Erhöhung der Einkaufseffizienz prädestiniert ist. Sie eignet sich besonders für mittlere bis große, eher dezentral aufgestellte Unternehmen beziehungsweise für Organisa­tionen, die durch Zukäufe gewachsen sind. Neben der Bündelung ­(Skaleneffekte) greift hier besonders der Effizienz-Hebel „Harmonisierung der Prozesslandschaft“. Bei gewissenhafter Vorbereitung kann das Projekt in gut einem Jahr umgesetzt werden und dabei Effizienzen bis zu 30 Prozent heben.

Effizienz oder Kundenorientierung? Global Leader schaffen beides!

Kaum ist das SSC erfolgreich implementiert, wird häufig Kritik laut: „Super Effizienz-Kennzahlen, aber trotzdem war früher alles besser“. Solche Aussagen sind im Rahmen von Veränderungsprozessen verständlich, im Fall der Gründung von SSCs „Operativer Einkauf“ sind diese in aller Regel auf unzureichende Kundenorientierung bezogen. Aus dem Projektalltag kennen wir interne Aussagen von Kunden des Einkaufs, wie zum Beispiel: „Früher konnte ich immer Herrn Müller anrufen, wenn es um meine BANF (BANF = Bedarfsanforderung: papierbasierte oder elektrische Beschreibung des Beschaffungsbedarfes) ging – heute ist es jedes Mal eine andere Person, die mich berät“. Allzu schnell ist die Diskussion auf die plakative Ebene „Effizienz oder Kundenorientierung – beides kann ja nicht gehen“ abgeglitten. Global Leader stellen diese Widersprüche vom Kopf auf die Füße und nutzen die Stärken der neuen Organisationsform sowohl zur Steigerung der ­Effizienz als auch zur Erhöhung der Kundenorientierung.

Weiter
Artikel bewerten
(4 Bewertungen)

Seite 1 Seite 2 Seite 3 Seite 4 Seite 5 Seite 6 Seite 7 Seite 8

marginal box area


footer area navigation