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FORTSETZUNG: Was bleibt vom Elfenbeinturm?
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Mit dieser Beschreibung unterscheidet sich der hier vorgestellte Strategiereview erst einmal noch nicht grundlegend von den klassischen Strategiephasen, wie sie zu Beginn vieler Projekte stehen. Entscheidend für die beabsichtigte Wirkung des Strategiereviews ist es, wie er im Transformationsprozess positioniert und begründet wird. Hier greift ein Managementmodell, das von Vornherein ein wiederholtes iteratives Durchlaufen von Zielsetzung, Planung und Kontrolle vorsieht. Dies bedeutet auch, dass eine Strategiephase nicht wirklich abgeschlossen ist, sondern immer wieder auf höherem Entwicklungsniveau zumindest teilweise frisch durchlaufen wird (Abbildung 2).   

Der erste wichtige Punkt für die Positionierung des Strategiereviews ist, dass er von vornherein als normaler Bestandteil des Transformationsweges eingeplant wird. So kann beispielsweise bereits in der ursprünglichen Transformationsplanung regelmäßig alle sechs Monate ein solcher Review vorgesehen werden. Dadurch wird erreicht, dass der Review nicht als Korrektur von Fehlern aus der ursprünglichen Strategiephase wahrgenommen wird. Vielmehr wird verdeutlicht, dass ein regelmäßiges Prüfen und Neudenken der Vision normaler und notwendiger Bestandteil der Transformation ist, um der Komplexität und unzureichenden Vorhersehbarkeit des Gesamtvorhabens Rechnung zu tragen. In lang laufenden Veränderungsprojekten besteht leicht die Gefahr, dass eine kritische Auseinandersetzung mit der ursprünglichen Vision und Zielsetzung gerade von den an ihr ursprünglich beteiligten Personen auch als Kritik an ihrer persönlichen Leistung wahrgenommen wird. Die Positionierung des Strategiereviews als notwendiger und ohnehin vorgesehener Bestandteil des Transformationsprozesses erreicht, dass solche Befindlichkeiten konstruktiv vermieden werden.    

Ein weiterer beabsichtigter Aspekt des Strategiereviews ist das Heraustreten aus dem operativen Alltag der Umsetzung. Die alltäglichen operativen Fragestellungen der Realisierung, die kleinen, mehr oder weniger notwendigen Kompromisse sowie schlicht die Gewöhnung an den Projektalltag bergen die Gefahr, dass die ursprüngliche Vision schleichend in den Hintergrund tritt. Bewusst werden hierzu im Strategiereview die Räumlichkeiten des Transformationsprojektes verlassen und an einem anderen Ort der Review durchgeführt. Es können auch speziell gestaltete Workshop-Umgebungen zum Einsatz kommen, die durch kreativitätsfördernde und spielerische Elemente gezielt erreichen, die sich verkrustenden Gewohnheiten aus dem Projektalltag aufzulösen und so einen frischen Blick auf die Vision zu werfen. Sinnvoll können auch Elemente aus der Teamentwicklung wie beispielsweise Outdoorübungen sein. Ein solches externes Workshop-Setting erreicht auch die wichtige motivierende Wirkung.   

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