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FORTSETZUNG: Weniger ist oft mehr
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Dies wird auch durch Aussagen von HP eindrucksvoll bestätigt: „Mit taktischen Maßnahmen in der Infrastruktur kann  man schon einiges erreichen. Aber der größte Hebel für Einsparungen liegt im Applikationsumfeld.“ (COMPUTER ZEITUNG NR. 16, 2009). HP hat seine operativen IT-Kosten halbiert, indem neben Maßnahmen in der Infrastruktur die Anzahl der Business-Applikationen von 6000 auf 1500 konsolidiert und mehr als 700 Data Marts durch ein einziges Data Warehouse ersetzt wurden.

Wir vermuten, dass der Grund für die weitestgehende Fokussierung einer Konsolidierungsinitiative auf die Infrastruktur darin zu suchen ist, dass es sich bei einem solchen Vorhaben um eine reine IT-Maßnahme handelt. Eine Abstimmung mit den Business-Bereichen ist hierbei selten erforderlich. Eine Konsolidierung auf Ebene der Anwendungen lässt sich dagegen ohne eine Abstimmung mit den betroffenen Fachbereichen nicht durchführen. Diese Abstimmungen können zäh und langwierig sein und schrecken deshalb möglicherweise ab. Um aber das vollständige Potenzial eines Konsolidierungsprogramms heben zu können, ist ein holistischer Ansatz wesentlich besser geeignet.

Kostendruck ist nicht der einzige Treiber    

Der wesentliche Treiber für das Aufsetzen von Konsolidierungsinitiativen ist ganz sicher der wieder steigende Kostendruck. Da der weitaus größte Anteil des IT-Budgets durch den Betrieb und die Wartung der Anwendungen gebunden wird, bedeutet jede nicht mehr zu betreibende Anwendung bares Geld. Dieses eingesparte Geld könnte beispielsweise für notwendige Innovationen verwendet werden.

Ein weiterer Treiber für die Konsolidierung der Anwendungslandschaft ist eine Harmonisierung von Geschäftsprozessen. Da die IT sich bestmöglich an den Geschäftsprozessen ausrichten soll, bedingt eine heterogene Prozesslandschaft eine ebenso heterogene IT-Landschaft. Werden die Geschäftsprozesse harmonisiert, fällt die Notwendigkeit einer entsprechend diversifizierten IT-Unterstützung weg und die Basis für eine Anwendungskonsolidierung ist gelegt.

Nicht zuletzt kann auch die Technologie ein Treiber für eine Anwendungskonsolidierung sein. Die Umsetzung einer serviceorientierten Architektur bedeutet im Grunde genommen nichts anderes als eine Konsolidierung von Funktionalitäten und deren Zurverfügungstellung als Service.

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