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FORTSETZUNG: Weniger ist oft mehr
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Bei der datenorientierten Anwendungskonsolidierung werden ein oder mehrere Ausgangsanwendungen in eine neue oder bestehende Zielanwendung konsolidiert, wobei der Funktionsumfang der Zielanwendung weitgehend unangetastet bleibt. Die Datenbestände der Ausgangsanwendung(en) werden um Doubletten bereinigt, für die Zielanwendung formatiert und migriert. Mit Außerdienststellung der Ausgangsanwendungen  gehen gegebenenfalls die bestehende Individualfunktionalität und auch deren Unterstützung von bisherigen Prozessvarianten verloren. Dies impliziert, dass bei datenorientierter Konsolidierung die Prozesse auf den Funktionsumfang der Zielanwendung harmonisiert werden müssen.

Ergänzend zur Datenmigration wird bei der Daten- und Funktionskonsolidierung auch der Funktionsumfang der Zielanwendung um (Teil-)Funktionalitäten der Ausgangsanwendungen erweitert. Hier bleibt auch nach Außerdienststellung der Ausgangsanwendungen die übernommene Teilfunktionalität der Ausgangsanwendungen erhalten. Deswegen können bei der Daten- und Funktionskonsolidierung im Rahmen des Funktionsumfangs der Zielanwendung bisherige Prozessvarianten weiter unterstützt werden.

Bei einer Portalkonsolidierung werden lediglich die Benutzerschnittstellen einer oder mehrerer Ausgangsanwendungen zusammengelegt und vereinheitlicht. Üblicherweise wird die neue konsolidierte Benutzerschnittstelle in ein Portal integriert. Hier bleibt der Backend-Funktionsumfang der Ausgangsanwendungen bestehen. Auch die ursprünglichen Datenbestände können erhalten bleiben. Gegebenenfalls erfolgt eine Datenkonsolidierung „on the fly“ bei der Aufbereitung der Daten an der Benutzerschnittstelle. In der Regel erfolgt eine Integration auf der Ebene der Benutzerschnittstelle parallel zur Implementierung von Workflows, mit deren Hilfe auch die Ursprungsprozesse vereinheitlicht werden können.

Konsolidierung über Composite Applications bedeutet, dass die Zielanwendung aus Einzelbausteinen unter Rückgriff auf die Backend-Funktionalität (Re-Use) der Ausgangsanwendungen zusammengesetzt wird. Die Ausgangsanwendungen müssen hierzu gegebenenfalls SOA-Enabled werden, um die Einzelfunktionalitäten isoliert bereitstellen zu können. Bei Composite Applications bleibt die Funktionalität und Datenhaltung der Ausgangsanwendungen vollumfänglich erhalten. Die Freiheitsgrade in der Gestaltung der Prozesse, die durch die Composite Application unterstützt werden, hängen davon ab, wie granular die Backend-Funktionalitäten über Services gekapselt werden können. Die Zielprozesse können alternativ entweder starr durch das Design der Composite Application oder ­flexibel durch Einsatz von Workflow oder BPM Engines abgebildet werden.

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