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FORTSETZUNG: Weniger ist oft mehr
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Bei Anwendungskonsolidierung in originär serviceorientierte Zielanwendungen wird diese aus Einzelbausteinen zusammengesetzt, in welchen isolierte, elementare „Capabilities“ als wieder verwendbare SOA-Services realisiert sind. Somit ergibt sich der Funktionsumfang der Zielanwendung aus den realisierten Elementarfunktionalitäten und deren Kombinationen. Die Zielanwendung ist im Prinzip nur noch virtuell vorhanden. Die geforderten Freiheitsgrade in der Gestaltung der Prozesse bestimmen die Schneidung der SOA-Services und die Zielprozesse können flexibel durch Einsatz von BPM Engines abgebildet werden.

Kritische Erfolgsfaktoren entscheiden über Nutzen   

Konsolidierung auf Anwendungsebene ist ein deutlich ­massiverer Eingriff in das Tagesgeschehen eines Unternehmens als reine Infrastrukturkonsolidierung. Um alle Nutzenpotenziale von Anwendungskonsolidierung realisieren zu können, gilt es, einige kritische Erfolgsfaktoren zu berücksichtigen.

Wenn Anwendungskonsolidierung über unterschiedliche ­Geschäftsmodelle hinweg betrieben wird, muss sichergestellt werden, dass die Zielanwendungen des Konsolidierungs­programms die geschäftlichen und prozessualen Anforderungen unterschiedlicher Geschäftsmodelle abdecken können und gleich­zeitig ausreichend Freiheitsgrade in der Prozessgestaltung erhalten bleiben, um bei den Nutzern Akzeptanz zu schaffen. Sorgfältiges Umfeld- und Stakeholdermanagement ist erforderlich, um sicherzustellen, dass das Konsolidierungsprogramm auch in einem stark heterogenen Umfeld erfolgreich sein kann. Der bei Anwendungskonsolidierung erforderliche Eingriff in die produktive Anwendungs- und Prozesslandschaft bedarf flankierender Konzepte zu Risikomanagement und Business ­Continuity, um eine reibungslose Transformation zu ermög­lichen. Zudem gilt es bei Anwendungskonsolidierung, technologische Einbahnstraßen zu vermeiden und durch sorgfältige Auswahl und robustes Design der Zielanwendungen sicherzustellen, dass die neu zu schaffende Anwendungslandschaft mit zukunfts­fähigen Technologien realisiert wird.


Erschienen in DMR 02/2009

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