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FORTSETZUNG: Wer? Wie? Was? Wer nicht sucht, bleibt dumm!
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DMR: Was raten Sie Ihren Kunden konkret?

H.-P. Schnurr: Innovative Unternehmen, die jetzt auf diese Technologien setzen, gewinnen Wettbewerbsvorteile durch eine Beschleunigung der wissensbasierten Prozesse. Unternehmen sollten vor allem in ihren Entwicklungsbereichen sowie im Kundensupport verstärkt Kompetenzen in Web 3.0-Technologien aufbauen. Serviceorientierte Architekturen helfen dabei, bereits vorhandenes Know-how in Form von Datenbanken, Intranets, Wikis und anderen strukturierten wie auch unstrukturierten Datenquellen zu integrieren und das Unternehmenswissen auf ein höheres Abstraktionslevel anzuheben. Im Idealfall achten die Entscheider in den einzelnen Bereichen beim Einsatz der Web 3.0-Technologien insbesondere darauf, dass der kollaborative Charakter der Anwendungen die Arbeitsprozesse entsprechend unterstützt, während die IT-Verantwortlichen die Integrationsfähigkeit mit der vorhandenen IT-Landschaft im Blick behalten.

DMR: Beleuchten wir zum Schluss die Sicht eines Telekommunikationsanbieters: welcher Einfluss von Web3.0 auf das Internet und dessen Nutzung ist für ihn relevant?

H.-P. Schnurr: Die Nutzung von World Wide Web und Web 3.0 verschiebt sich zunehmend auf mobile Endgeräte. Dies erfordert Technologien, die den Benutzer verstehen und präzise Antworten geben können. Bisherige Technologien vermögen das noch nicht zu leisten. Endgeräte und Netze müssen das Bedürfnis des Nutzers kennen und darauf eingehen können. Wissensmodelle wie Ontologien erlauben ein semantisches Verständnis der Daten, die im Internet gefunden werden. Selbstbestimmte Nutzerprofile können mit den weltweiten Informationen abgeglichen werden und erlauben präzise Antworten auf Fragen des Kunden – zugeschnitten auf seine persönlichen Belange. So könnte beispielsweise die Antwort auf eine Anfrage nach einer Gaststätte in einer fremden Stadt eine Empfehlung für ein Restaurant sein, das sich auf die Zubereitung von Meerestieren spezialisiert hat – wohl wissend, dass der Anfragende eine Vorliebe für Fischgerichte hat. Oder der Kunde kann mit Informationen zu einem historischen Gebäude, das er gerade betrachtet, versorgt werden. Im Bereich der Telekommunikation entstehen somit völlig neue Arten von Mensch-Technik-Interaktionen, die wegweisend sein werden.

DMR: Vielen Dank für das Interview.


Erschienen in DMR 01/2008

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