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FORTSETZUNG: Wholesale-Geschäftsmodelle in einer NGN-Welt
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Die Migration des Interconnection-Referenzangbotes in die NGN-Welt impliziert ein Nebeneinander alter PSTN und neuer NGN Interconnection-Beziehungen. Hier sind Regeln notwendig. Ebenso ist ein Migrationspfad für Interconnection-Leistungen inklusive der physischen Interconnection-Punkte nötig. Dieser muss die Migration existierender Interconnection-Produkte, die Neuverhandlung von Interconnection-Verträgen und die Definition neuer NGN-basierter Interconnection-Leistungen umfassen.


Mit der Migration zu NGN entstehen weitere komplexe Probleme für die nationalen Regulierungsbehörden: Sie müssen neue Märkte definieren und möglicherweise regulieren sowie Gelegenheiten für eine weitere Deregulierung analysieren. Vorhandene obligatorische Produkte dominierender Anbieter müssen im Licht technologischer Entwicklungen angepasst werden. Einige derzeit vorgeschriebene Produkte können vielleicht zukünftig von Wettbewerbern repliziert werden – womit der Grund ihrer Regulierung entfallen würde. Ebenso stellt sich die Frage nach dem Umfang und der Ausgestaltung einer Entgeltregulierung.


Calling Party Network Pays auf dem Vormarsch
Die Migration zu NGN hat für Wholesale-Anbieter massive Konsequenzen. Bisherige Produkte müssen komplett neu definiert werden, da ansonsten mit einem massiven Einbruch der Umsätze zu rechnen ist. Gleichzeitig spielt IP Interconnect aus Sicht des Gesamtmarktes eine Schlüsselrolle für den Erfolg von NGNs. Die Berücksichtigung und Garantie von QoS über Netzgrenzen hinweg und die Errichtung eines QoS-unterstützenden Interconnection-Regimes sind dabei ausschlaggebende Faktoren. Die Implementierung von IP Interconnection erfordert gemeinsame Lösungen von Netzbetreibern hinsichtlich Standards, Produkten und Geschäftsmodellen. Mit der Implementierung von Ende zu Ende Qualitätsprodukten auf dem Vorleistungsmarkt können Netzbetreiber eine wichtige Weichenstellung vornehmen, die funktionierende Geschäftsmodelle auch in der IP-Welt sicherstellt. Jedoch ist diese Entwicklung nicht nur für die Wholesale-Anbieter eine große Herausforderung, sondern stellt ebenfalls die nationalen Regulierungsbehörden vor eine Vielzahl von Fragen, die eine sorgfältige Analyse erfordern. Große Aufmerksamkeit gilt dabei dem Interconnection-Regime und der Wahl zwischen B&K und CPNP. Auch wenn sich B&K mittel- bis langfristig in einem immer komplexeren und wettbewerblichen Wholesale-Markt als Lösung herausstellen könnte, ist in den nächsten Jahren CPNP vermutlich das geeignetere Interconnection-Regime.

Erschienen in DMR 02/2007


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