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Wie ein Sack voll Flöhe
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Wie ein Sack voll Flöhe

Mobilfunkbetreiber müssen trotz fragmentierter Wertschöpfungskette die Kontrolle behalten



Mobilfunkbetreiber haben ihre Geschäftsmodelle differenziert und die Wertschöpfungsketten fragmentiert. Nur zu betrachten, welche Leistungen sie intern verrichten und welche besser durch einen Partner zu erbringen sind, ist allerdings zu kurz gegriffen. Aktives Lieferantenmanagement stellt die Kontrolle über ausgelagerte Bereiche sicher.

Das Wettbewerbsumfeld der Mobilfunkbetreiber hat sich in den letzten Jahren deutlich verschärft. Regulierung und technische Entwicklungen haben es neuen Anbietern erlaubt, effizienter in den Wettbewerb zu treten. Alternative Anbieter wie SumTel in Russland bieten WiMAX-Dienste an, MVNOs adressieren spezielle Marktsegmente. Wie im Fall von Blyk geschieht dies mit komplett neuen Geschäftsmodellen. Gleichzeitig drängen Internet Player wie Yahoo!, Google und Youtube in den Mobilfunkmarkt, um sich in Partnerschaft mit den Betreibern, aber auch alleine einen Teil des Kuchens  abzuschneiden.

Die Marktsättigung in Kombination mit dem Eintritt neuer Wettbewerber führt zwangsläufig zu einem intensivierten Wettbewerb mit einem stärkeren Kostendruck und Bedarf für kontinuierliche Innovation und kürzere Time-to-market-Zyklen. Im Kerngeschäft der mobilen Sprache kann das Absinken der Preise nicht durch das Steigen der Gesprächsvolumina aufgefangen werden. Mobilfunkbetreiber versuchen, diesen Einnahmenrückgang durch das Anbieten von diversifizierten Services wie zum Beispiel Broadband auszugleichen.

Die Kunden fokussieren wesentlich stärker auf einfach zu bedienende, robuste und preiswerte Dienste. Insbesondere die Erfolge der HSDPA-Dongles sowie des iPhones zeigen, dass der Bedarf für Datendienste vorhanden ist. Er muss nur richtig adressiert werden. Die Hersteller-Margen im klassischen Netz-Ausrüstungsgeschäft sind durch den Rückgang der Margen der Betreiber und das Aufkommen der chinesischen Konkurrenz stark zurückgegangen. Die Hersteller versuchen nun die Kompensation durch eine Diversifizierung mittels Professional Services und Outsourcing.

Die alte Rollenverteilung gilt nicht mehr

Traditionelle Wertschöpfungsketten der individuellen Mobilfunkbetreiber reichten von der Implementierung und dem Betrieb der Netzinfrastruktur und Diensten über  Bereitstellung und Distribution von Inhalten bis hin zu Billing, Customer Care, Marketing und Customer Management. Lediglich im Bereich von Sales und Distribution gab es  Partnerschaften mit Resellern. Die Betreiber deckten also die Bereiche NetCo, ServCo und SalesCo ab (vgl. DMR-Artikel „Telco 2.0“, Dr. K.-M. Henneking in DMR 02/2007). Der Wettbewerb fand über die gesamte vertikal integrierte Wertschöpfungskette statt.

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