DMR Magazin - Logo and Navigation

content area

Zwischen Monolith und Felsenmeer
Schrift: - +

Zwischen Monolith und Felsenmeer

Strategien zur Applikationskonsolidierung im Spannungsfeld



Die erfolgreiche und nachhaltige Applikationskonsolidierung hängt von einer optimierten, aber gleichzeitig flexiblen Infrastruktur ab. Eine Erweiterung der verfügbaren Virtualisierungskonzepte hin zu Grid- oder Cloud-Computing ermöglicht weitreichende Optimierungspotenziale bei gleichzeitiger Umstrukturierung von Applikationslandschaften in kontrollierbarem Tempo. Die Bewertung aktueller Konsolidierungsoptionen sowie hilfreiche Instrumente zur Sicherung einer langfristigen Applikationskonsolidierungsstrategie zeigen den Handlungsrahmen.

Eine nachhaltige Applikationskonsolidierung verfolgt das Ziel, die Unterhaltskosten der bestehenden IT-Anwendungen zu senken und gleichzeitig dem IT-Betrieb einen erweiterten Handlungsspielraum für zukünftige Entscheidungen zu bieten. So können bei einer Applikationskonsolidierung redundante IT-Funktionen zu einer einzigen, aber parallel genutzten Ausprägung dieser IT-Funktion zusammengefasst werden – Stichwort „Serviceorientierte Architektur“: Kapselung einer Anwendungsfunktion und Abnahme dieses Dienstes durch viele Konsumenten statt redundanter Funktionsimplementierung in separaten Applikationen.

Alternativ oder parallel lässt sich als Konsolidierungsansatz eine Steigerung der durchschnittlichen Auslastung der Infrastruktur verfolgen. Dies wird durch Zusammenlegen von mehreren Applikationen auf einen Server mittels Server-Virtualisierung oder die Verringerung der Gesamtzahl benutzter Serversysteme durch Migration auf weniger, aber größere Serverblöcke für die benötigten Anwendungen erreicht.

Eine strukturierte Applikationskonsolidierung muss sicherstellen, dass beim Austauschen von veralteten Systemkomponenten oder Migration zwischen Serversystemen die betroffenen Geschäftsprozesse nicht nachteilig beeinflusst werden und weder Funktionen noch Daten verloren gehen (siehe Abbildung 1).  

 

 

Monolithische Systeme bieten große Leistungsmengen  

Eine Kostenoptimierung mittels Applikationskonsolidierung wird jedoch durch bestehende Leistungsanforderungen von in Nutzung befindlichen Anwendungen an ihre Infrastruktur erschwert. So bilden Applikationen aufgrund ihres gewachsenen Funktionsumfangs, den komplexen internen Abhängigkeiten oder bestehenden Architekturmängeln oft große, monolithische Anwendungssysteme. Diese monolithischen Anwendungen sind charakterisiert durch die großen Mainframes, Unix-Hosts oder „High-End“ Server, welche mittels vieler CPUs und viel ­Arbeitsspeicher in einer Betriebssystemumgebung den ­komplexen Ablaufprozessen der Anwendungen die Laufzeitumgebung bereitstellen.

Weiter

Seite 1 Seite 2 Seite 3 Seite 4 Seite 5 Seite 6 Seite 7 Seite 8

marginal box area


footer area navigation